Mit ‘Münsterland’ getaggte Artikel

Eigentlich sollte sie schon zur Montgolfiade im Mai 1987, zum 15. Geburtstag des Flughafen Münster/Osnabrück kommen.
Doch -münstertypisch- andauerndes Regenwetter machten eine Landung unmöglich und zusätzliche Streiks verhinderten letztendlich das Vorhaben.
So verschob man dieses Event auf September und dann kam sie wirklich – die Concorde der Airline British Airways.

Concorde startet am FMO - Foto: Moritz Riemer / Quelle: PlanePictures.Net

Am Sonntag, den 27. September 1987 traf der leere Überschallflieger mit der Flugnummer BA 9033C aus London Heathrow, genau um 11.45 Uhr ein und landete nach einem lauten und imposanten Überflug.
Linienbetrieb mit Düsenfliegern gab es am Flughafen Münster/Osnabrück damals erst seit drei Jahren.

Rund 40.000 Menschen kamen also an jenem Tag, um den neuen Meilenstein der Luftfahrt auf seiner Werbetour durch Europa zu bestaunen – was zu kilometerlangen Staus rund um den Flughafen und ebenso langen Schlangen parkender Autos entlang der Hüttruper Heide führte.

Concorde am FMO Zeitungsartikel I Concorde am FMO Zeitungsartikel I

Zwischen 14 und 16 Uhr führte die Concorde dann für 97 zahlende Gäste einen Rundflug mit zweifacher Überschallgeschwindigkeit über der Nordsee durch. Um 17:30 Uhr ging es als Flug Nummer BA 9032 wieder zurück nach London Heathrow.
Für 1988 war zwar ein weiterer Sonderflug zum mittlerweile internationalen Flughafen FMO geplant, aber auch dieser kam wieder aufgrund des Regenwetters nicht zustande. Somit gab es nur einen einzigen Besuch einer Concorde im Münsterland.

Mit der Einstufung des FMO zum internationalen Verkehrsflughafen endete die Ära Montgolfiade am Flughafen Münster/Osnabrück.
13 Jahre später kam es zum verheerenden Flugunglück der Concorde in Frankreich, bei dem 113 Menschen ihr Leben liessen.
Trotz Überarbeitung und Wiederaufnahme der kommerziellen Flüge endete weitere drei Jahre später mit dem Projekt Concorde, auch die Ära der zivilen Überschallflugzeuge.

Exakt dieselbe Concorde mit der Kennung G-BOAF, die heute vor genau 25 Jahren über das Münsterland flog, absolvierte am 26. November 2003 den allerletzten Flug einer Concorde überhaupt, von London-Heathrow ins Luftfahrt-Museum am Hauptsitz des Herstellers British Aerospace in Filton, wo man sie bis zum Herbst 2010 besichtigen konnte.
Derzeit wird die Maschine überholt und soll in Zukunft in einem von Airbus neu erstellten Museum am Standort Filton ausgestellt werden.

Concorde am FMO - Foto: Moritz Riemer / Quelle: PlanePictures.Net

Einige Daten zur “Concorde von Münster/Osnabrück”:

Registrierung: G-BOAF
Hersteller Seriennummer: 100-016
Jungfernflug: 20. April 1979 von Filton, England
Auslieferung an British Airways: 9. Juni 1980
Letzter Flug: 26. November 2003 von London Heathrow nach Filton, England (letzter Flug einer Concorde überhaupt)
Ausmusterung: 4. Mai 2004
Flugstunden:  18.257
Landungen: 6.045
Überschallflüge: 5.639

Weiterführende Links:

- Concorde at Filton Museum

Vielen Dank an Detlef Döbberthin, Manager Aviation Marketing am Flughafen Münster/Osnabrück, für die Bereitstellung der Informationen und Zeitungsartikel, sowie an Moritz Riemer für die Bereitstellung seiner Bilder von Flugzeugbilder.de

Am gestrigen Sonntag  fand in Münster zum ersten Mal der von simply-driving organisierte
Tag der Elektromobilität im Münsterland” statt.

Die Sonne war leider gar nicht erst erschienen, um die Aussteller auf dem Marktkauf Gelände an der Loddenheide zu begrüssen, aber es fanden sich doch einige Besucher ein, um sich über die verschiedenen zwei-, drei-, und vierrädrigen Antriebs- und Fahrzeugkonzepte zu informieren.
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Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband hatte zum Tag des offenen Hofes geladen, und in großen Mengen strömten die Besucher am sonnigen Sonntag auch in Münster aus allen Himmelsrichtungen herbei.

Lange Autoschlangen und Fahrradkorsos bahnten sich den ganzen Tag über den Weg in die Bauerschaft Kasewinkel im Osten Münsters, um den Milchhof Große Kintrup zu besuchen und den von den Münsteraner Landwirten, der hiesigen Landjugend und den Landfrauen organisierten Hoftag zu bestaunen.

Leonhard Große Kintrup beim Interview durch die Lokalmedien

Leonhard Große Kintrup beim Interview durch die Lokalmedien

Nach einem Willkommensgruß mit erfrischenden Molke-Erzeugnissen vom eigenen Hof, konnte man sich auf dem großen und modernen Hofgelände nach aller Herzenslust umschauen und informieren.

So konnten die Erwachsenen auf der Traktorenausstellung untereinander über den modernen Fuhrpark lamentieren, während die Kleinen sich beim Menschenkicker, Streichelzoo oder auf der Strohburg vergnügen konnten.

Für das leibliche Wohl war auch gesorgt. Frische Hofeigene Erzeugnisse wie Milch, Molke, Joghurt, Stippmilch und Quark gab es in allen Variationen. Mit Kaffee & Kuchen konnte man sich beim Cafe der Landfrauen stärken. Der Bauernmarkt mit Produkten aus der Region deckte jeden weiteren Bedarf.

 

Großes Interesse herrschte an der Molkerei, in der per die Milchprodukte pasteurisiert werden, sowie von Hand Joghurt und Quark hergestellt werden.
Auf einem Bildschirm wurde der Fertigungsprozess erläutert, die Produktionsräume waren selbstverständlich aus Hygienegründen für die Öffentlichkeit verschlossen.
Und hier befindet sich auch die “Milchkammer” an der man das Jahr über, 24 Stunden am Tag, am Automaten allerlei Milchprodukte aus der Eigenproduktion erwerben kann.

Glückliche Kühe

Ein Highlight auf dem Hoffest war der erst im vergangenen Jahr erbaute, hochmoderne Kuhstall.
 
Auf Basis von neusten Erkenntnissen, leben die rund 140 Kühe und 80 Jungtiere hier so ungezwungen wie möglich.

Sie können sich frei im riesigen, im Sommer fast rundrum offenen und lichtdurchfluteten Stall bewegen und nach gut dünken selber entscheiden, ob sie fressen, liegen oder gemolken werden wollen.

Eine vollautomatische, intelligente Futterversorgung mischt die Futterbestandteile nicht nur automatisch aus Magazinen zusammen, sondern verteilt das Futter über ein Schienensystem direkt, je nach Tiergruppe, leistungsgerecht an die Tierboxen.
Es gibt auch keinen festgelegte Melkzeit mehr. Jede Kuh kann nach ihrem eigenen Tagesrhythmus selber entscheiden wann sie an die Melkbox geht, die rund um die Uhr zur Verfügung steht und ebenfalls vollautomatisch arbeitet.

Futterneid auf dem Hoffest

Futterneid auf dem Hoffest

Das Grünfutter für die Kühe stammt aus eigenem Anbau von Flächen rund um den Hof.
Dass dabei auf Gentechnik verzichtet wird, ist für den Milchhof Große Kintrup eine Selbstverständlichkeit.

Deshalb wurde unter anderem auch die Initiative “Gentechnikfreies Kasewinkel” gegründet.

Lieferservice

Einen exzellenter Lieferservice rundet das Angebot ab.
Der Milchhof Große Kintrup beliefert nach Bestellung das gesamte Stadtgebiet mit seinen und anderen Produkten aus der Region.

 

Die liebevoll “Kuhriere” genannten Lieferwagen versorgen die Stadtteile zwei mal in der Woche nach einem ausgeklügelten Fahrplan.

Fazit

Das Interesse der Münsteraner für Produkte aus der Region und der Art und Weise wie sie hergestellt werden, ist seit dem letzten Hoffest um ein Vielfaches gestiegen.
Offenbar ist das Bewusstsein der Konsumenten für die Produkte als auch für die Haltung der Tiere gestiegen.
Nach den vielen weltweiten Lebensmittel-, Futter und Tierhaltungsskandalen in den vergangenen Jahren, möchten die Kunden einfach sicher sein ein Produkt zu erwerben, dass den höchstmöglichsten Standards entspricht.

Der Kauf von Produkten beim Direktvermarkter statt beim Discounter fördert nicht nur die Region und sichert hier Arbeitsplätze.

 

Er wirkt sich zudem auf die Frische aus. Lange Transportzeiten entfallen. Die Umweltbelastung verringert sich durch die kürzeren Transportwege. Keine europaweiten Produktkonvois zu den Lagern der Discounter sind nötig.
Wenn man sich zudem beim Direktvermarkter vor Ort von den Bedingungen überzeugen kann, schafft dies ein Vertrauen wie es anderswo nicht möglich ist.

Produkte aus Münster, für Münster gibt es nicht nur am Hof Große Kintrup, aber wir möchten in Zukunft noch viel häufiger Produkte aus der Region sehen :)

Fotostrecke:

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Weiterführende Links:

- Webseite des Milchhof Große Kintrup

Edit 17.08.2012 – Neues Rekordhoch mit €1,78 pro Liter Super-Kraftstoff E5, 1,84€ für Super Plus, 1,58€ für einen Liter Diesel.

Mehr als zwei Jahre, nachdem wir schon einmal über Kraftstoff-Höchstpreise im Münsterland berichtet haben, fanden wir heute eine neue Rekordmarke auf den Anzeigetafeln der lokalen Tankstellen.

Allzeithoch 

Am heutigen 17. August 2012, zum Ende der Sommerferien in NRW, wurden in den Abendstunden für den Liter Super Kraftstoff Rekordpreise von € 1,78 und pro Liter Diesel € 1,58 an Münsters Tankstellen fällig.

17.08.2012 , Westfalentankstelle Münster  17.08.2012 , Aral Tankstelle Münster

Dollar-/Eurokursentwicklung

Heute dotiert der Kraftstoffpreis also 27 Cent höher für Benzin & 32 Cent höher für Diesel, als noch vor zweieinhalb Jahren wo der Dollar noch mit € 1,37 im Kurs stand und kurze Zeit später, am 7.6.2010, auf den niedrigsten Stand mit €1,19 pro US-$, fiel.


(credit: onvista.de)

Am heutigen Tage ist der Dollar € 1,236 wert. Die Bedingungen sollten hier also eigentlich ähnlich sein, wie bei unserer Messung in 2010.

Ölpreisentwicklung 

Der Ölpreis stieg nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zu Beginn des Jahres 2002 von unter 18 $ pro Barrel bis zum Juni 2008 auf ein Allzeithoch von über 146 $ pro Barrel im Rahmen der seit 2007 beginnenden Banken-, Wirtschafts- und Finanzkrise.
In den Auswirkungen der Krise platzte die Ölpreisblase und der Ölpreis fiel im gleichen Jahr wieder auf 38 $/b.
Seitdem schiesst der Kurs wieder extrem nach oben.
Krisen, wie die Eurokrise und der arabische Frühling, heizen den Anstieg weiter an und kürten das Jahr 2011 zum teuersten Öljahr in der Geschichte.


(credit: www.tecson.de)

Preisentwicklung in Münster:

.                                     06.1993 | 07.2008 | 03.2010 | 08.2012
Öl pro Barrel                      ~16 $   |  ~146 $  |  ~79 $   |  ~96 $
Benzin pro Liter        umger.~ 0,71€|  ~1,47 € | ~1,47 €  | ~1,76 €

Ein weiterer Faktor, und hier hat die politische Weltgemeinschaft trotz heftiger Kritik bislang noch nicht reagiert, sind spekulative Optionskäufe. Sie haben grundlegenden Einfluss auf den Ölpreis.
Ausserdem reagieren die Kurse kurzerhand auf weltpolitische und wirtschaftsbezogene Meldungen, insbesondere wenn diese die Ölexportierenden OPEC-Länder, oder die großen Ölverbrauchsländer betreffen.

Enorm betroffen von dieser Situation sind die Millionen Pendler, die jeden Tag Ihr Fahrzeug nutzen müssen um Geld zum tanken zu verdienen. Auch treibt ein hoher Treibstoffkostenpreis die Preispirale an und verteuert weitere Dinge des alltäglichen Lebens…

Ich berichte über eine Informationsveranstaltung zum Thema “Unkonventionelle Gasförderung im Münsterland“, bei der ich heute zu Gast war.

Kurzum:
ExxonMobil will Gas fördern.

Nicht auf konventionelle Art eine Gasblase anstechen und das Gas abpumpen, sondern auf eine ‘relativ’ neue Art.
Die unkonventionelle Gasförderung.
Auf Neudeutsch auch “Fraccen” oder “Fracking” (von engl. “hydraulic fracturing”) genannt.

Dazu hat ExxonMobil bereits einige Gebiete erworben um Probebohrungen anzusetzen.
So auch hier im Münsterland.
Nordwalde und Drensteinfurt sind hier als nächste Orte zu nennen.

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