Mit ‘Kaffeefreund’ getaggte Artikel

Ein Potpourri an verschiedenen mobilen Verkaufsständen haben wir in Münster.

Egal ob Feldküche, Fahrrad-Café oder Wurst vom Leezengrill und anderen, alle würden gerne Ihre Produkte zum Kunden fahren und anbieten.
Derweil geniessen sie aber alle Asyl auf Privatgrund im Südviertel.

Keineswegs erfolglos werden Suppe, Cappuccino, Bratwurst, Spargel & Co dort angepriesen, aber dem ursprünglichem Sinn des mobilen Verkaufsstandes entspricht das nur im weitesten Sinne.

Aus eigenem Interesse, und nicht etwa von einem der Betroffenen dazu angeregt, haben wir erneut den Bürgermeister mit einer Anfrage genervt.

Wir wollten das Verbot mobiler Verkaufsstände auflockern lassen und schlugen vor ein begrenztes Kontingent an Konzessionen zu erteilen.

Hier in Auszügen die Antwort vom Oberbürgermeister, Markus Lewe:

für Ihre Anregung bedanke ich mich herzlich. Grundsätzlich begrüße ich Ihre Idee, Münster noch offener und bunter zu machen. Eine Aufhebung des Verbots mobiler Verkaufsstände ist aber meiner Ansicht nach nicht der richtige Weg dorthin.
 [...]
Der Handel über einen mobilen Verkaufsstand ist eine erlaubnispflichtige Sondernutzung. Grundlage dafür sind das Straßen- und Wegegesetz Nordrhein-Westfalen [...] in Verbindung mit der Satzung der Stadt Münster über Sondernutzungen an öffentlichen Straßen [...]. 

Mit der Frage, ob mobile Verkaufsstände auf Münsters Straßen erlaubt werden sollten oder nicht, stehen wir vor einem recht klassischen Problem des Straßenrechts. Denn an dieser Stelle treffen private und auch wirtschaftliche Interessen auf die sogenannten öffentlichen Belange. Zu Letzteren zählen neben einer störungsfreien Nutzung der Straßen durch die Allgemeinheit auch die Interessen der Stadtbildpflege und des Denkmalschutzes sowie die Erhaltung und der Schutz der Straßensubstanz. Darüber hinaus ist sicherlich zu bedenken, dass besonders die öffentlichen Straßen [...] nicht nur dem klassischen Verkehr im engen Sinne dienen, sondern für die Bürgerinnen und Bürger auch Orte der Begegnung und Kommunikation sind. 

Die Wahrung der öffentlichen Belange ist die Aufgabe der Stadtverwaltung Münster. Verkaufsstände – egal, ob in geschlossener Form oder als mobile Einrichtung – schränken diese öffentlichen Interessen ein, weil sie das Erscheinungsbild von Straßen, Plätzen oder auch einzelnen Gebäuden beeinträchtigen. Das kann besonders in Münsters historischer Altstadt zum Problem werden. Auf dem Prinzipalmarkt sind deshalb nur die zwei Blumenstände genehmigt worden – sie erinnern an die frühere Funktion des Prinzipalmarktes als Marktplatz und stehen somit in einem direkten historischen Kontext.

 Auch Ihrem Vorschlag, nur eine begrenzte Anzahl an Konzessionen auszustellen, können wir als Stadtverwaltung aus den genannten Gründen nicht nachkommen.

 Die oben genannten Rechtsgrundlagen finden Sie übrigens auch im Straßen- und Wegegesetz NRW [...] und in der Satzung der Stadt Münster [...]

 Mit freundlichen Grüßen

Markus Lewe”

Die Antwort ist eindeutig, aber es reicht uns eigentlich nicht auf alte Bestimmungen und Satzungen verwiesen zu werden. Diese wollten wir ja lockern lassen.
Es ist kein Ansatz erkennbar, hier einen neuen Weg beschreiten zu wollen oder im öffentlichen Diskurs zu suchen.
In anderen Städten ist es doch auch möglich und ob zwei Blumenstände jetzt den Prinzipalmarkt in seiner historischen Funktion unterstreichen, sei dahingestellt.
Wir bleiben am Ball :)
Zur vollständigen Antwort auf der direktzu Markus Lewe Plattform geht es HIER.

Was gibt es leckereres, als einen schönen Eintopf unter freiem Himmel bei strahlendem Sonnenschein zu geniessen?

Die Geschmäcker gehen da sicher auseinander, aber in Münster kann man seit Anfang Februar regelmässig, auf dem Platz der Pfarrgemeinde St. Joseph im Südviertel, Eintopf geniessen – schönes Wetter vorausgesetzt.

Mittwochs und Freitags kommt seither in der Mittagszeit “Die Feldküche” dorthin, um verschiedene Mahlzeiten anzubieten.
 

Aus reinem Spaß am Kochen rief der Münsteraner Guido Erdmann im Jahr 2007 mit seiner Gulaschkanone, “Die Feldküche” ins Leben und bietet mit seiner mobilen Küche auf Veranstaltungen in der Region, bis hin nach Bremen und im Westen in den Niederlanden, seine leckeren Gerichte an.

 

Langeweile kommt nicht auf

So gibt es immer eine Auswahl aus mehreren Gerichten, von der altbekannten Erbsensuppe mit Bockwurst über
Linsen- oder Kartoffelsuppe, Bratkartoffeln, Sauerkraut mit Kassler, Grünkohl, Gyrospfanne bis hin zum Gulasch, dem die Gulaschkanone ihren Namen verdankt.

  

Große Portionen für kleines Geld zum vor-Ort Verzehr, oder auch zum mitnehmen,
locken jetzt schon viele Stammgäste und Laufkundschaft an.
Auch nehmen einige Beschäftigte von den umliegenden Arbeitsplätzen das Angebot einer warmen Mahlzeit für die Mittagspause wahr.

 

Warum Sankt-Josefs-Kirchplatz?

Das Essen ist heiss und lecker, die Portionen sind groß, der Service ist super und alles zusammen mit dem Ambiente unter freiem Himmel, schlägt jeden Fastfood Palast.
Aber warum auf dem Kirchplatz der St-Josefs Gemeinde?
Der Vorteil einer mobilen Küche liegt darin zum Kunden zu kommen und mit verschiedenen, abwechselnden
Standorten auch mehr Kunden zu erreichen.
Leider will die Stadt Münster das nicht.
Sie verbietet mobile Verkaufsstände, wie zum Beispiel “Die Feldküche” und den “Kaffeefreund” mit seinem Fahrrad-Café und unterbindet so auch den Wettbewerb in der Innenstadt.

Das ist nicht nur schade sondern gänzlich unverständlich, denn zum einen käme durch erteilte Genehmigungen Geld in die Stadtkasse und die Stadt würde auf der anderen Seite mit Sicherheit auch beim Marketing und dem Tourismus mit solchen “Angeboten” profitieren.
Menschen die Chance zu geben den Schritt in die Selbständigkeit anzutreten um Ihre Idee umzusetzen,
kann ebenfalls nur im Sinne der Stadt sein.
Eine Überschwemmung der Stadt durch solche Angebote könnte einfach durch Verlosung von jährlichen Lizenzen entgegen getreten werden, wie dies in anderen Städten der Fall ist.

So bleibt Feldküche und Co. nur die Genehmigung der Gemeinde das Privatgelände nutzen zu dürfen.

Wann und wo die Feldküche ausserdem wieder anzutreffen sein wird und mit welchen Angeboten,
verrät der Koch auf seiner Facebook Seite.

 

Im Sommer plant Guido Erdmann dann mit Bratwürstchen und anderen Grill-Gerichten sein Angebot auszuweiten,
die man dann beispielsweise auch mit in den Südpark nehmen könnte um dort nicht selber grillen zu müssen.
Das käme dann sogar der Nachbarschaft in Sachen Rauch- und Geruchsbelästigung entgegen
und das Grün würde ebenso geschont, wenn das Angebot so angenommen werden würde.

 

Bis dahin ist die Feldküche Mittwochs und Freitags ab ~11 Uhr auf dem Sankt-Josefs-Kirchplatz mit dem Aufbau beschäftigt und bleibt dort bis die Töpfe leer sind,  je nach Andrang um 14-15 Uhr.
Sollte ein Termin einmal ausfallen, so kann man das ebenfalls auf der Facebook Seite erfahren.

Wer nach dem Verzehr noch Durst auf ein Coffeinhaltiges Heissgetränk hat, der kann direkt nebenan beim Kaffeefreund noch eine Kaffeespezialität geniessen.

Guten Appetit!