Mit ‘British Forces Germany’ getaggte Artikel

Im Anschluss an den Besichtigungstermin der York-Kaserne, an dem über 700 interessierte Bürgerinnen und Bürger Münsters teilnahmen, war die Öffentlichkeit zum ersten von drei Foren zum Umnutzungsprozess im Südosten Münsters eingeladen.

Bürgerforum 1

In den Räumlichkeiten der Westfalenfleiss GmbH begrüsste Oberbürgermeister Lewe gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Dr. Michael Klenner die rund 350 anwesenden Bürgerinnen und Bürger und erläuterte die besonderen Herausforderungen und Chancen, die Münster mit der Konversion der ehemaligen Kaserne in ein zivil genutztes Areal bevorstehen.

Christian Schowe, Leiter des Amts für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung der Stadt Münster stellte nachfolgend den Planungsweg im Dialog mit den Bürgern dar. Er gab sein Wort für eine transparente Planung und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an diesem großen städtbaulichen Projekt der kommenden Jahrzehnte.
Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, dass es keine Lösung geben werden könne, die es allen Beteiligten recht mache. Es wird ein Kompromiss gefunden werden müssen, der allen in die Konversion einbezogenen Parteien etwas abverlangen werde.
Dazu wird die Stadt Münster ebenso gehören, wie jeder einzelne Bürger.

Jörg Faltin der Faltin+Sattler FSW Düsseldorf GmbH stellte sich als Moderator des Dialogverfahrens vor, durch dass er und sein Unternehmen den Planungs- und Beteiligungsprozess der Konversion York-Kaserne, in Verbindung mit Workshop-Veranstaltungen führen werden.

Im Rahmen dieses Dialoges stellten Thomas Leugner für den Gewerbeverein Gremmendorf/Angelmodde und Richard Kretschmann für den Arbeitskreis Gremmendorf/Angelmodde Ihre Wünsche und Anliegen für eine Stärkung des jetzigen Einzelhandels und Einkaufsangebotes, sowie für die Positionierung einer besonderen Wohnatmosphäre in der zukünftigen neuen Gartenstadt im Grünen vor.

Anschliessend stellten sich die vier Teams vor, in denen die Themengebiete Stadtgestalt & Wohnen (Jörg Faltin, Städtebauexperte bei Faltin+Sattler, Düsseldorf), Freiraum & Naherholung (Thomas Fenner, Freiraumexperte bei FSWLA Landschaftsarchitekten, Düsseldorf), Zentrum & Vielfalt (Dr. Wolfgang Haensch, Einzelhandelsexperte bei CIMA GmbH, Köln), sowie Mobilität & Vernetzung (Dr. Uwe Kloppe, Verkehrsexperte bei Lindschulte & Kloppe Ingenieurgesellschaft/Düsseldorf)  in Zusammenarbeit mit den Bürgern in Workshops erarbeitet werden soll.

Die nachfolgende halbe Stunde ermöglichte es den anwesenden Bürgern sich mit den Experten auszutauschen, wobei es lediglich zu Wortmeldungen und Anregungen von Bürgern und Interessensgruppen kam.
Seien es kirchliche Vertreter, die bei der Umnutzung eine Rücksicht und sichtbaren Erhalt der Geschichte der ehemaligen Kasernengeländes forderten, oder ob es spezielle Interessensgruppen waren, die Ideen für die Verwirklichung besonderer Bauwünsche anbrachten.
Verwiesen wurde auf die Beteiligung der Bürger in den Arbeitsgruppen der oben genannten Teams,  die in weiteren Foren und Workshops bis Mai 2013 die Teilergebnisse erarbeiten sollen.

Abschliessend erläuterte Jan Eitel, Geschäftsführender Gesellschafter der Gesellschaft für urbane Projektentwicklung, seine Erfahrungen mit den von seiner Firma betreuten Konversionsprojekten, wie dem Petrisberg in Trier.

Wichtig mitzunehmen war für den einen oder anwesenden Forumsbesucher, dass die Konversion auch in York mit Sicherheit kein schn eller Umbau, sondern ein langer Prozess sein wird, bei dem es bis zum ersten Spatenstich vielleicht drei Jahre und zum Abschluss des Prozesses gute zehn Jahre dauern kann.
Mut machten die Projektergebnisse die Herr Eitel vorstellte und die Chancen auch für Münster verdeutlichten, bei manchem Forenbesucher auch die Ängste verfliegen liessen, dass in der Zukunft ein trister Militärcharakter bleibt der das neue Stadtviertelzentrum Gremmendorfs prägt.

Zeitplan der Konversionsplanung

Wie geht es weiter mit der Konversionsplanung in Sachen York-Kaserne?
- Am 2. Februar 2013 findet der erste von zwei Workshops statt. Arbeitstitel “Orientierung”
- Im März 2013 dann das zweite Forum. Überschrift “Ideen”
- April 2013 findet der zweite Workshop statt. Hier sollen die Planungen konkretisiert werden.
- Forum 3 gibt im Mai 2013 dann die Perspektiven wieder.

Noch bis zum 18. Dezember 2012 können die Bürgerinnen und Bürger Münsters sich noch für die Arbeitsgruppen anmelden, in denen mit den Experten Visionen und Vorstellungen vom Wohnen, Arbeiten, Leben und Verkehr für das neue Quartier erarbeitet werden sollen
Es stehen zur Auswahl:

-Arbeitsgruppe 1: Stadtgestalt und Wohnen
-Arbeitsgruppe 2: Freiraum und Naherholung
-Arbeitsgruppe 3: Zentrum und Vielfalt
-Arbeitsgruppe 4: Mobilität und Vernetzung

Weitere Informationen und Anmeldung zu den Arbeitsgruppen unter DIESEM Link

Die York Kaserne in Gremmendorf wurde erst kürzlich von den dort stationierten britischen Streitkräften verlassen.
Sie machten damit den Weg frei für die Konversion in ein zivil genutztes Gelände, dass die Stadt gerne als neues Stadtviertelzentrum von Gremmendorf sehen möchte.

Heute bekam die Öffentlichkeit die Gelegenheit das weitläufige Gelände zu besichtigen und einen kleinen Teil der darauf befindlichen Gebäude von innen zu erkunden.

Bereits im letzten Jahren äusserten Anwohner scherzhaft den Wunsch, nach dem Abzug der Briten das Gelände wieder friedlich “zurückzuerobern”.
Und so kamen heute viele Besucher, die sich für die Geschichte und den kommenden großen Schritt der städtebaulichen Veränderung in Münster interessierten und brachten ziviles Leben auf das ehemals militärische Areal.

Nach dem Gang durch das große Eingangstor am Albersloher Weg präsentiert sich vor einem der Blick auf das nüchterne 50 Hektar große Gelände mit seinen typischen Kasernen-Installationen.
Mannschaftsunterkünfte, Hallen und Bürogebäude stammen teils noch aus der Zeit von 1935 bis 1937, als die Kaserne als deutsche Luftwaffennachrichtenkaserne errichtet wurde.

Aber auch morderne Gebäude , die erst nach 2000 gebaut wurden, fnden sich rund um den ehemaligen Exerzierplatz und dienten noch vor gar nicht all zu langer Zeit als Unterkunft der britischen Soldaten.

Im hinteren Bereich der Kaserne finden sich die technischen Einrichtungen, unzählige Garagen und Werkstätten, ein Jugendzentrum, ein Lazarett und ein Kindergarten.
Lediglich zwei Gebäude durften auch von innen besichtigt werden – die Kirche und das ehemalige Gebäude der Militärpolizei.

Wieviel von den Gebäuden erhalten bleibt, ist abzuwarten. Heute Abend laden Oberbürgermeister Lewe und die Stadtverwaltung, sowie die Bundesanstalt für Immobilien ein sich über die Pläne und Vorhaben zu infomieren und sich in die Planung unter dem Mantel der Bürgerbeteiligung einzubringen.

140 Bilder fasst die umfangreiche Bilderstrecke von meinem heutigen Besuch der York Kaserne, die in einigen Jahren Ihr jetziges Gesicht abgelegt haben wird.

Weiterführende Links:

- Planungen für das Areal der York-Kaserne: Bürgerbeteiligung

Eine Ära ist zu Ende.

75 Jahre nach Fertigstellung als deutsche Luftwaffen-Nachrichtenkaserne im Jahre 1937, sind die 50 Hektar des nach dem zweiten Weltkrieg von der britischen Rheinarmee übernommenen und in York-Kaserne umbenannten Geländes jetzt verlassen.

Warnschild Militärischer Sicherheitsbereich

Die Soldaten sind weg, die Tore sind zu, die Schilder sind ab – einzig Sicherheitsdienst und Objektschutz patroulieren auf dem Gelände, um das Areal vor ungebetenen Gästen zu schützen.
Damit macht die Britische Armee den Weg frei für die Konversion Gremmendorfs in eine Gartenstadt im Grünen.

Den Stadtteil trifft diese Entscheidung hart, denn ein dreiviertel Jahrhundert hat man hier mit und von den stationierten Soldaten gelebt.
Die hier stationierten Briten waren gut integriert und pflegten eine gute Nachbarschaft mit Grillfesten und Garagenflohmärkten ebenso, wie sie die hiesige Infrastruktur, öffentlichen Nahverkehr und Geschäfte zur Selbstversorgung nutzten.
Verlassene britische Wohnstraße in Gremmendorf Verschlossener Naafi Shop
All das fällt jetzt auf einmal weg. Bürger und Einzelhandel in Gremmendorf zeigen sich besorgt und ängstlich ob der Zukunft Ihres Stadtteils.

Wohnraum für Studenten

Bis zur endgültigen Umwandlung des Kasernengeländes in ein neues Stadtteilzentrum Gremmendorfs mit Wohnraum, Grün- und Gewerbeflächen, mögen noch einige Jahre vergehen.
Die Stadtverwaltung hat jetzt mit der Planung der Umnutzung des ehemaligen Kasernengeländes begonnen, die eine zwischenzeitliche Nutzung der vorhandenen Gebäude zur teilweisen Deckung des hohen Wohnbedarfs für Studenten auf dem überlaufenen Wohnungsmarkt in Münster vorgesehen.
Aber das wird nur einem Tropfen auf den heissen Stein gleichkommen.
Alter Kraftstoffbunker der York Kaserne
Der doppelte Abi-Jahrgang 2013, das abgerissene Studentenwohnheim an der Boeselagerstraße, überquellende Flüchtlingsheime, ein Fehlbestand von über 17.000 Sozialwohnungen und ein kurz vor der Konsolidierung stehender Haushalt der Stadt lassen den Wohnungsmarkt in Münster beinahe kollabieren.
Auch der Appell von Stadt Münster, Universität und den Fachhochschulen an die Einwohner Münsters Wohnraum bereitzustellen, ist nur ein kläglicher Versuch der Situation Herr zu werden.
Der AStA hat mit der Online-Plattform “Das Brett” eine Anlaufstelle für alle Studierenden der Uni und der Fachhochschulen in Münster geschaffen.

Zukunft Gremmendorfs?

Gremmendorf  wird kein Studentenviertel. Dafür liegt es zu weit fernab der Fachschaften und bietet auch zu wenig Freizeit- und Veranstaltungsraum.
Die Konversion wird zur Folge haben, dass sich langfristig auch der Wohnraum in Gremmendorf verdichtet. Die Planungen der Stadtverwaltung haben gezeigt, dass einige der großzügigen alten Wohnstandorte der Briten dem Bagger zum Opfer fallen – zugunsten von modernen Gebäuden auf kleineren Parzellen.
Der Einzelhandel wird sich an die neuen Umstände gewöhnen und anpassen müssen.
Auch der Verkehr wird zunehmen.
Seitlicher Kasernenzugang York Kaserne Zufahrtsweg zum ehemaligen Naafi Shop
Durch die Nachverdichtung in fast allen Stadtteilen Münsters und Zunahme der Einwohnerzahl, wird auch der Verkehr langfristig zunehmen, wie bereits eine Studie im Rahmen der Verkehrsuntersuchung zum Masterplan Stadthafen offenbarte.
Der Albersloher Weg soll, wo er derzeit noch zweispurig ist, auf drei Spuren erweitert werden.
Hierzu werden bereits je sieben Meter Grundstück der Anlieger aufgekauft, wie ich in Gesprächen mit Anwohnern in Erfahrung bringen konnte.

Bürgerbeteiligung

Die städtebauliche Perspektivplanung für das Kasernengelände sieht, wie schon bei den 18 ehemaligen Wohnstandorten der Briten, eine Beteiligung der Bürger vor.
In Workshops und Bürgerforen sollen Münsters Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, ihre Wünsche und Ideen für eine zukünftige Nutzung der Kaserne einzubringen und so aktiv am Konversionsprozess teilzunehmen.

Verschlossene Zufahrt der ehemaligen York Kaserne

Am 29. November 2012 wird es hierzu um 18:30 Uhr in den Räumen der Westfalenfleiß GmbH, am Kesslerweg 38-42,  eine Auftaktveranstaltung geben, zu der alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind.
Hier sollen vorab die Ziele und Grundlagen der städtebaulichen Perspektivplanung vorgestellt werden. Fachleute sollen auftretende Fragen beantworten.

Kasernenbesichtigung

Bereits von 11 bis 16:30 Uhr öffnen sich am selben Tag die Kasernentore für die  Öffentlichkeit, für die sie bislang ein dreiviertel Jahrhundert verschlossen blieben.
Hier wird allen interessierten Münsteranerinnen und Münsteranern die erstmalige Gelegenheit gegeben, sich einen Eindruck von der weitläufigen Anlage mit ihrem großen Exerzierplatz und den historischen Kasernengebäuden zu verschaffen.

Kein Ende in Sicht

In gut einem Jahr wiederholt sich das Spiel. Dann werden die britischen Streitkräfte auch Münsters Stadtteil Gievenbeck verlassen und aus der Oxford Kaserne abrücken und eine weitere Ära beenden.
Ebenso plant die Bundeswehr plant im Rahmen einer Reform ihr Personal in der Stadt um fast 40%  zu reduzieren.
Zwei Bundeswehrkasernen sollen hier bis 2018 geschlossen werden. Schon 2014 soll das Kreiswehrersatzamt aufgegeben werden. Konversion ist in Münster noch lange ein großes Thema, dass eine nachhaltige Veränderung des Stadtbilds mit sich bringen wird.
Die Münsteraner und Münsteranerinnen sollten sich aktiv in diesen Prozess einbringen, um bei der Gestaltung unserer Stadt mitzuwirken um ihren Flair zu bewahren.

Den abziehenden Angehörigen der British Forces Germany, die in Gremmendorf nicht nur lange Jahre ihren Dienst versahen, sondern auch Tür an Tür mit uns lebten und zu denen sich manche Freundschaft entwickelte, ein freundliches “Farewell! And thank you for everything!

Weiterführende Links:

- Infoseite der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zur Konversion in Münster
- Münster-Tagebuch Artikel “Gartenstadt im Grünen”
- Infoseite Amt für Stadtplanung der Stadt Münster zum Thema Konversion

Bilderstrecke:

Münster verändert sich derzeit rasend schnell.
Ein aktueller und sehr großer Punkt dieser Veränderung ist der Abzug der britischen Streitkräfte.

Ursprünglich davon ausgehend, dass die Kasernen der Briten erst in der zweiten Hälfte des 2010er Jahrzehnts geräumt werden, überraschte im vergangenen Jahr dann doch die Meldung des vollständigen Abzugs der Truppen aus der Gremmendorfer York-Kaserne bis Ende 2012 und der Gievenbecker Oxford-Kaserne bis Ende 2013.

Konversion

Die Kasernengelände und die darauf befindlichen Gebäude werden nach dem Abzug an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz BImA zurückgegeben, also an den Bund.
Ebenso ca. 810 Wohnungen an 18 Standorten im Stadtgebiet, die bislang von britischen Soldaten genutzt wurden.

All diese ehemaligen militärischen Liegenschaften sollen nun im Rahmen einer Konversion, also einer Nutzungsänderung von Flächen und Gebäuden, wieder ins Stadtgebiet integriert werden.
Gleichwenn die BImA Eigner ist, will sie die Planungshoheit der Stadt nicht abweisen.
Gemeinsam und unter starker Bürgerbeteiligung hat nun ein Planungsprozess um die Konversion des Gremmendorfer York-Kasernengeländes begonnen.

Am 17. April 2012 fanden sich ca. 300 Interessierte in den Räumen der Westfalenfleiß GmbH ein, um bei der Informationsveranstaltung vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung der Stadt Münster die aktuelle Situation erläutert zu bekommen.

Rückblick

In einem kurzen Rückblick wurde die Historie der Stadt Münster als Garnisonsststadt seit 1934 erläutert.
Viele der alten militärischen Flächen sind heute bereits in Wohn- und oder Gewerbefläche umgenutzt.
Ein Großteil davon in den letzten 15 Jahren

Beispiele:

1997 – Lincoln-Kaserne, Grevener Straße, 7 Hektar -> Lincoln-Wohnquartier
1998 – Portsmouth-Kaserne, An der Meerwiese,  15 Hektar -> Wohnquartier Meerwiese
1998 – Von-Einem-Kaserne, Steinfurter Straße, 8 Hektar -> Leonardocampus Universitätsgelände
1998 – Buller-, Swinton-, Waterloo-Kaserne, Loddenheide, 88 Hektar ->  Loddenheide-Gewerbepark
2000 – Hindenburg-Kaserne, Freiburger Weg, 2,7 Hektar -> Autofreie Wohnsiedlung Weißenburg
2000 – Winterbourne-Kaserne, Holtmannsweg, 17 Hektar -> Gewerbegebiet Speicherstadt
2007 – Portsmouth-Kaserne Sportplatz,  Hoher Heckenweg, 3,6 Hektar ->Wohnsiedlung Hoher Heckenweg
2007 – Nelson-Kaserne, Gasselstiege, 8 Hektar -> Solarsiedlung Gasselstiege

Nun kommen drei Flächen, die fast so groß sind wie die münstersche Altstadt (119 Hektar), in den kommenden Jahren hinzu.
~2013 – York-Kaserne, Albersloher Weg, 50 Hektar
~2013 – 810 Wohnstandorte im gesamten Stadtgebiet, 38 Hektar
~2014 – Oxford-Kaserne, Roxeler Straße, 27 Hektar

Gremmendorf 

Da von diesen Flächen der Gremmendorfer Standort als erstes frei wird, konzentriert sich die Anstrengung  als erstes auf die Umplanung des Geländes der York-Kaserne.

Zusammenfassung
- 1935-1937 als deutsche Luftnachrichten-Kaserne gebaut
- 1947-1948 nach dem Krieg von der britischen Rheinarmee übernommen
-  Ende 2012 Rückgabe an den Bund

Auf der Infoveranstaltung wurde klar, dass bei einer ersten Besichtigung des Geländes von der Stadt Münster vor drei Wochen, die Gebäudesubstanz der 79 dortigen Gebäude im dunkeln blieb.
Das Gelände weißt die Besonderheiten eines 1,8 Hektar großen Exerzierplatzes und vieler Grünflächen auf, wobei die größten Grünflächen im Süden und Westes des Areals rund 15 Hektar umfassen.

Da die Briten das Abzugskonzept frühestens ab September oder Oktober 2012 bekannt geben können, wird eine Begutachtung und Bewertung der Gebäude auch nicht vorher möglich sein.
Ähnlich ist es bei den zahlreichen Wohngebäuden im Stadtgebiet, wobei auf den Stadtteil Gremmendorf rund sieben Standorte mit ungefähr 400 Wohnungen entfallen.

Viele Bürgeranfragen mit Kauf- oder Mietabsichten für die Wohnstandorte werden also voraussichtlich in diesem Jahr keine verbindliche Auskunft hierzu erhalten.
Ähnlich war es bei Anfragen zum Verkehrskonzept bei dem ein ebenso hohen Interesse herrschte.

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Verkehrsplanung und “neue Mitte Gremmendorf”

Die Fakten die benannt wurden, weisen schon jetzt auf ein hohes Verkehrsaufkommen auf dem Albersloher Weg hin.

Rund 25.000 Fahrzeuge passieren bereits jetzt tagtäglich den Bereich an der Kreuzung Albersloher Weg / Gremmendorfer Weg und 20.000 Fahrzeuge den Bereich der jetzigen Kaserne.
Berechtigte Sorge der anwesenden Bürger in Bezug auf Verkehrssituation und Lärmbelästigung bei einer kommenden Nachverdichtung des Wohnraums machten sich breit.

Ein weiterer Interessenbrennpunkt bei den Bürgern war die Verknüpfung zwischen dem altem Stadtzentrums Gremmendorf auf der Ostseite des Albersloher Wegs und der “neuen Mitte Gremmendorf”, so die Bezeichnung der Stadtplaner für das Gebiet westlich des Albersloher Wegs.

So sahen auch die anwesenden Vertreter der Stadt und des Stadtplanungsamtes nicht nur in der Verkehrsplanung, sondern auch in der Planung des Übergangs über den Albersloher Weg zwischen den beiden Zentren einen Schlüsselpunkt, den es gemeinsam mit den Bürgern zu bewältigen gilt.

Vorschläge nach einem Tunnel oder einer Brücke wurden vom Publikum zwar sehr begrüsst, bringen den Stadtentwicklern aber Runzeln auf die Stirn.

Der von vielen befürchtete Engpass des derzeit zweispurigen Albersloher Weges ab der Westfalen Tankstelle in südlicher Richtung konnte allerdings mit Absichten eines voraussichtlichen dreispurigen Ausbaus in je eine Fahrrichtungsspur, plus eine Abbiegespur in der Mitte, beantwortet werden.

Viele Fragen der anwesenden Bürger konnten nicht beantwortet werden. Immerhin war dies nur eine Informations und Diskussionsveranstaltung.
Es wurde aber deutlich gemacht, dass die Bürgerbeteiligung ein sehr hohes Gut bei der Konversion in Gremmendorf spielt.
In den kommenden Wochen soll die Internetplattform http://www.konversion-muenster.de online gehen, die den Bürgern ebenso eine Anlaufstelle zur Beteiligung, als auch eine Informations- und Neuigkeitenquelle sein soll.
Derzeit verlinkt sie noch zur BImA.

Zukunft 

In naher Zukunft werden weitere Informations- und Beteiligungstermine zur Konversion in Gremmendorf bekannt gegeben.

Der ganz grobe weitere Ablauf sieht folgende Meilensteine vor

- Ende 2012 – Erarbeitung räumliches Strukturkonzept
- 2013 – Räumliche Konzeptplanung
- 2014 – Bauplanung / Vermarktung
- 2-2,5 Jahre Planungszeit
- 2016 Umsetzung

Wir bleiben dran und halten euch auf dem Laufenden :)