Archiv für die Kategorie ‘Umwelt’

Alle Jahre wieder erstrahlt in bunten Lettern die Aegidiischanze mit dem Schriftzug
“Münster bekennt Farbe”.

In diesem Jahr in schlichtem gelb, wie auch schon 2007.
In jenem Jahr hat es Europa-Gold für Münster bei der Entente Florale Europe gegeben.

Münster Bekennt Farbe 2013

2013 startet Münster mittlerweile zum achten Mal die Kampagne und das ist auch gut so.
Umwelt und Naturbewusstsein ist heute nötiger denn je,
das Grau der Innenstädte gehört in die hinteren Ränge verbannt.
Deswegen ist auch dieses Jahr jeder Bewohner der Stadt eingeladen
seine Umgebung zu bepflanzen und begrünen.

Die Stadtgärtnerinnen und Gärtner haben es einmal vorgemacht:


Weiterführende Links:

- Webseite der Stadt Münster “Münster bekennt Farbe
- Pixella aus Münster bloggt zum Thema Urban Gardening 

Die Kirsche blüht, der Frühling ist da!

Wikipedia sagt:

Die japanische Kirschblüte (jap. 桜, sakura) ist eines der wichtigsten Symbole der japanischen Kultur. Sie steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit. Die Zeit der Kirschblüte markiert einen Höhepunkt im japanischen Kalender und den Anfang des Frühlings.

Lange, lange mussten wir hier drauf warten, aber nun scheinen sich die Frühlingstemperaturen langsam durchzusetzen.
Die Kirsche blüht allmählich auf und wird in den kommenden Tagen die sozialen Netzwerke mit entsprechenden Fotos überfluten, wie jedes Jahr.

Kirschblüte vorm Schloss 2013

Kirschblüte 2013

Schön war es heute den Sonntag bei bis zu 22 Grad Celsius zu geniessen.
In den Parks und an der Promenade wurde gegrillt, Rad- und Motorradtouren kreuzten durch die Stadt und steuerten die Eisdielen der Stadt an.

Es geht bergauf und auch hier im Blog wird wieder durchgestartet und die Winterdepression hinter sich gelassen! ;)

Anhaltender Regen hielt die rund 1200 Menschen am heutigen bundesweiten 2. Fukushima-Jahrestag nicht davon ab, vor der Urananreicherungsanlage in Gronau für die sofortige Stillegung der Anlage zu demonstrieren.

Bei weiteren bundesweiten Demonstrationen, wie zum Beispiel nahe des AKW Gundremmingen waren es ca. 3500 und am AKW Neckarwestheim in Baden-Württemberg rund 3000 Teilnehmer.
Anlass des Aktionstages ist der sich am 11. März zum zweiten Mal jährende Tag der Atomkatastrophe von Fukushima, die auf den verheerenden Tsunami nach einem Erdbeben der Stärke 9 vor der japanischen Ostküste folgte.

Aus dem selben Anlass fanden sich gut 20.000 Demonstranten an über 200 Aktionspunkten in einem virtuellen Sperrradius  von 60 Kilometern um das AKW Grohnde in Niedersachsen zusammen.

Doch zurück ins Münsterland.
Es gibt einen Verbindung zwischen der Urananreicherungsanlage in Gronau und Münster.
Und die führt über Schienen.
So fuhren alleine in 2011 rund 8637 Tonnen des hochgiftigen, hochaggressiven und radioaktiven Uranhexafluorids in Uranzügen durch Münster, von und zur Urananreicherungsanlage von Urenco in Gronau.
Hinzu kommen 687 Urantransporte per LKW, so die Antwort auf die kleine Anfrage der Piratenfraktion im Nordrhein-Westfälischen Landtag.

Uranzüge durch Münster in 2011  Urantransporte 2010/2011

Grund genug sich an den Protesten gegen die Anlage in Gronau zu beteiligen und deren sofortigen Stillstand zu fordern.

Ähnliches gilt für die Brennelementefertigungsanlage in Lingen, deren Entfernung im Katastrophenfall auch nur einen Windstoß von Münster entfernt liegt.

Atomausstieg bedeutet nicht nur die Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen, sondern auch die Urananreicherungsanlage und Brennstabfertigung zu stoppen.

Wenn es erst einmal einen Unfall gegeben hat, ist es zu spät.
Deswegen gilt jetzt und sofort: Abschalten!

Hier noch eine Fotostrecke von der heutigen Demonstration zum Fukushima Jahrestag in Gronau:

Wie geht es weiter?
Mahnwachen zum Jahrestag der japanischen Katastrophe und Gedenken an die Opfer des Erdbebens und des Tsunami, am 11. März 2013
Proteste am Tschernobyl-Jahrestag, 21. April 2013

Weiterführende Links:

- Fukushima Jahrestag
- SofA Münster
- Bürgerinitiative Ahaus
- AKU Gronau
- ausgestrahlt

In gemeinschaftlicher Zusammenarbeit haben heute Mitarbeiter des Allwetterzoos
und des Ordnungsamtes Münster unter Zuhilfenahme eines Motorbootes die Uferböschung
des Aasees zwischen Aa-Einmündung und Aaseekugeln nach einem Blässhuhn abgesucht.

Das arme Tier soll ein Bein mit einer Angelschnur umwickelt haben, wovon die Zoo-Mitarbeiter es gerne befreit hätten.

Bis in die Mittagsstunden hielt sich das vermisste Tier allerdings gut versteckt, sodass keine konkrete Hilfe geleistet werden konnte.

Erkennungsdienstliche Hinweise bitte an die beiden oben erwähnten Dienststellen :)

Vom frühen Samstag Vormittag bis zum späten Nachmittag setzten sich rund 100 Münsteranerinnen und Münsteraner mit Experten von Stadt und externen Projektteams zusammen um sich in vier Gruppen mit der Zukunft der ehemaligen York-Kaserne in Gremmendorf zu befassen, die seit letztem Jahr leer steht.

Nach dem Auftaktforum “Impulse” am 22. November 2012 konnten sich interessierte Bürger für vier Workshops anmelden, die sich mit der Konversionsplanung in vier Themenbereichen beschäftigen sollen.
Das geschah offenbar mit regem Interesse, sodass die verfügbaren Plätze sogar noch einmal nachnominiert wurden um allen Interessenten, die größtenteils aus Gremmendorf, wie auch teilweise aus dem übrigen Stadtgebiet kommen, einen Platz zuweisen zu können.

Mit einer Ortsbesichtigung begann der Tag um 9 Uhr , bei der sich die vier Gruppen mit Ihren Projektleitern das ehemalige Kasernengelände unter dem jeweiligen Aspekt Ihres Gruppenthemas anschauten.
Während die einen sich die vorhandene Infrastruktur ansahen, schwärmten andere in die Grünflächen aus und wieder andere schauten sich die Verbindung zum vorhandenen Stadtteil und Verkehrswege an.
Im Anschluss an die Begehung, fand man sich in den Räumen der Westfalenfleiss GmbH ein um voneinander getrennt die Gruppenarbeit zu beginnen.

Team 1 unter Leitung der Projektplanung von Jörg Faltin, dem Städtebauexperte von Faltin+Sattler aus Düsseldorf widmete sich dem Thema Stadtgestalt & Wohnen.
Wie kann das vorhandene Gelände genutzt werden, wie kann dort später das Wohnen und Leben aussehen, welche Flächen sind sinnvoll, wie kann eine Verknüpfung mit dem jetzigen Stadtbild erfolgen, waren Dinge mit dem sich das Team ebenso auseinander setzte, wie mit dem Erhalt des alten Baumbestandes auf dem Areal.

Das zweite Team Freiraum & Naherholung, unter der Leitung von Thomas Fenner, dem Freiraumexperten der FSWLA Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf, schaute sich das vorhandene Gelände an, um mögliche Naherholungs- und Freiräume in dem 50 Hektar großen Areal zu finden und sinnvoll einzubinden. Ebenso galt es Wege zu vorhandenen Erholungsgebieten im Stadtgebiet deutlich zu machen und Wege zu schaffen. Kanal, Werse und Waldgebiete in der Umgebung waren ein Augenmerk.

Die Aufgabe vom dritten Team, Zentrum & Vielfalt, dass von Einzelhandelsexperte Dr. Haensch von der CIMA GmbH aus Köln geleitet wurde, war es eine Nahversorgung mit Einzelhandel unter Berücksichtung der jetzigen vorhandenen Struktur auf das ehemalige Militärgelände zu bringen ohne einen lebenswerten Charakter des Konversionsgeländes zu zerstören. Daneben wurde ermittelt welchen Bedarf es noch in dem entstehenden neuen Gebiet geben wird, Stadtteil- &, Gemeindeleben, Ärzteversorgung, Veranstaltungsräume sollen zusätzlich eine Vielfalt abdecken und die verschiedenen Altersgruppen verbinden.

Mobilität & Vernetzung war das Thema der vierten Gruppe rund um Dr. Kloppe, Verkehrsexperte von Lindschulte & Kloppe Ingenieurgesellschaft aus Düsseldorf.
Wie kann das vorhandene Stadtviertel mit dem hinzukommenden Areal der York Kaserne zusammengeführt werden, wie kann der Albersloher Weg als Barriere überwunden werden und die existierende Einkaufsmeile entlang des Albersloher Weges integriert werden.

Aber auch nördlich, südlich und westlich will eine Verbindung mit den jetzigen Wohn- und Gewerbegebieten geschaffen werden. Auch hier gab es konstruktiven Ideenaustausch und Planungsansätze in der Gruppe.


In der Gruppenarbeit, die von einer kommunikativen Mittagspause unterbrochen war, herrschte ein reger Austausch und kontroverse Diskussionen und letzten Endes wurde zu Papier getragen worauf man sich in den Gruppen verständigen konnte.
Die vielen Bewohnergruppen der Stadt und auch ehemaliges britisches Militärpersonal, dass Münster treu geblieben ist, konnte Ihre Erfahrungen einbringen um Bedürfnisse und Anforderungen zu formulieren, die bei der Konversion eine große Rolle spielen. Durch ein gemischtes Generationenverhältnis in den Gruppen wurde auch hier ein breites Spektrum an Ideen und Zielen berücksichtigt.

Die Ergebnisse der Gruppen wurden einander abschliessend vorgetragen und erstaunlicherweise waren trotz Gruppenaufteilung viele Aspekte in den verschiedenen Gruppen ähnlich.
So fanden sich gruppenübergreifend oftmals gleiche Ansätze von Verkehrsanbindungen Anklang und auch Schaffung von Räumen für Stadtteilleben, Erholung und Nahversorgung sowie die Schaffung eines Marktplatzes und die Erhaltung einiger alter Gebäude und insbesondere der alten Offiziersmesse waren in den unterschiedlichen Konzepten ähnlich wiederzufinden.
Begrifflichkeiten wie “York-Platz” und “Englischer Garten” fanden den Weg in die Abschlussvorstellung.
Auch war man mehrheitlich der Meinung dass ein Stadtbereichsversorgungszentrum eher im Norden anzusiedeln wäre, während Leben und Wohnen sich eher um den alten Exerzierplatz konzentrieren solle.
Dieser wird wohl in seiner jetzigen Größe keine Zukunft haben und sich Raum mit anderem teilen müssen.
Konkrete Ergebnisse gibt es aber nicht, denn man muss den ganzen Prozess zusammenhängend sehen, in denen die Öffentlichkeit in den Foren wiederum Einfluss hat und auch die Stadt Ihre Planungshoheitlichen Ziele umgesetzt sehen will.

Die jetzigen Ausarbeitungen werden zusammengeführt und demnächst als Dokumentation online gestellt werden.
Am 14. März werden im 2. Forum unter dem Titel “Ideen” diese Ausarbeitungen der Öffentlichkeit präsentiert und zur Diskussion gestellt werden.

Kurz darauf, am 16. März fliessen diese Diskussionsergebnisse im 2. ganztägigen Workshop mit dem Titel “Konkretisierung”, in dem auch städtebauliche Planungsziele für die Empfehlungskommission formuliert werden müssen, in die vier Gruppen ein.

Das abschliessende 3. Forum mit dem Titel “Perspektive”, findet dann nach der fachlichen Ausarbeitung der Projektbüros und der Stadtplanung am 22. Mai, wieder  in den Räumen der Westfalenfleiss GmbH, für die Öffenlichkeit statt. Die Abendveranstaltung bietet der Bürgerschaft und der Empfehlungskommission wiederum Gelegenheiten zum Austausch mit den Workshop-Teilnehmern und Moderatoren.

Weiterführende Links:

- Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung & Verkehrsplanung
- Bundesanstalt für Immobilienaufgaben